Ich habe zunächst mit Adaptern und einstellbaren Tiefenanschlägen für meine Akku-Schrauber experimentiert, was jedoch nur eingeschränkt funktioniert hat. Häufig verstellten sich die Adapter, und der Austausch des Bits war mühsam, da man das Bit oft nur mit einer Zange entfernen konnte. Im Nachhinein wäre es sinnvoller gewesen, direkt in einen speziellen Trockenbauschrauber zu investieren. Ich nutze das Gerät derzeit für den Ausbau eines Gebäudes in Holzständerbauweise (eine alte Scheune) mit OSB-Platten in 15 mm Dicke. Als Schrauben verwende ich Senkkopfschrauben 5x60 mit TX25. In verschiedenen Quellen stand, dass es bei Torx-Bits Probleme geben kann, da sie nicht so gut am Bit 'haften' wie Phillips-Kreise. Bei mir gab es keinerlei Probleme, im Gegenteil. Ich verwende derzeit Bits von Witte mit TiN-Beschichtung (aus der bekannten Baumarktkiste). Das funktioniert einwandfrei. Wichtig ist jedoch, auf die Bitlänge zu achten, da sonst die Tiefenbegrenzung nicht korrekt arbeitet! Auch ich stand vor der Wahl zwischen DFS452 und DFS250. Info: Der DFS251 ist für Sechskantschrauben ausgelegt. Soweit ich weiß, handelt es sich dabei im Grunde um den DFS250 mit einem anderen Bit, der umrüstbar ist. Makita erklärt den Unterschied nicht immer sofort sichtbar. Da ich mit OSB arbeite, entschied ich mich für den DFS250, da er eine Maximaldrehzahl von 2500 min-1 hat, während der DFS452 bis zu 4000 min-1 erreicht. Diese Drehzahl lässt sich nicht stufenlos einstellen, sondern nur über den Fingergriff am Schalter regulieren. Das gefiel mir für OSB-Platten nicht, da die höhere Drehzahl zu aggressiv wirkte. Laut Makita ist die höhere Drehzahl des DFS452 für den Einsatz mit Metallprofilen im Trockenbau gedacht, wo oft Schrauben mit Bohrvorsatz benötigt werden. Das ergibt Sinn, aber für OSB reichen die 2500 min-1 definitiv aus. Tipp: Zu Beginn habe ich meine kleineren Akkus (1,5 bzw. 2 Ah) verwendet. Ich hatte mich über das geringe Gewicht gefreut, bekam aber keine konstante Schraubtiefe hin und habe lange nach der Ursache gesucht. Schließlich kam ich auf die Idee, einen frischen Akku einzusetzen. Meine alten kleinen Akkus waren schon ein paar Jahre alt, mein 4 Ah-Akku dagegen erst 3 Monate alt. Plötzlich funktionierte alles perfekt. Wenn es also anfangs nicht klappt, denkt auch mal an den Zustand des Akkus, bevor ihr stundenlang an der Maschine herumbastelt. Ich möchte das Gerät nicht mehr missen. Es ist definitiv eine der besten Anschaffungen der letzten Monate. Es spart enorm viel Zeit und Geld, da weniger verspachtelt werden muss. Auch bei Flächen, die nur gestrichen und nicht verspachtelt werden, wirkt das Ergebnis deutlich sauberer. Bei Gipsplatten ist die richtige Einschraubtiefe zudem für die Festigkeit wichtig, da die Platte hauptsächlich an der Papierhaut haftet und über dem Gips weniger Kräfte aufnehmen kann. Der Schrauber lässt sich, wie bei anderen Modellen auch, mit dem Vorsatz 191L24-0 in einen Magazinschrauber umwandeln. Das werde ich tun, wenn ich im Erdgeschoss mit den Gipsplatten weitermache. Eine Ergänzung dieser Bewertung folgt dann.