Wir verfügen bereits über zwei stationäre Nass-Trocken-Sauger für Erdgeschoss und Werkstatt sowie einen Roboter für den alltäglichen Boden. Der neue Akkusauger sollte daher eigentlich nur eine ergänzende Rolle spielen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass der Akku-Sauger und der Roboter unsere primären Reinigungstools geworden sind. Der hohe Nutzungsgrad ist nicht nur der Fähigkeit geschuldet, Nass- und Trockenmaterial zu saugen, sondern vor allem der unmittelbaren Einsatzbereitschaft und der soliden Sogleistung. Dank des integrierten Tragegurts ist das Gerät blitzschnell am gewünschten Ort, da auf mühsames Kabelmanagement verzichtet werden kann. Dadurch greift man bei kleineren Flecken oder Schmutzstellen fast reflexartig zum mobilen Akkugerät statt zu den schwereren Kabelbrüdern. Typische Einsatzzwecke sind das Saugen auf dem Sofa, das Entfernen von Sand und Blättern von Terrassenmöbeln, die Pflege rund ums Fahrzeug oder das Aufsaugen von Spänen nach DIY-Projekten. Die kompakte, kofferähnliche Bauform mit dem flexiblen Schlauch und dem Tragegurt ist mir deutlich sympathischer als das Handhaben schwerer Handstaubsauger, bei denen man das volle Gewicht des Geräts permanent führen muss. Die Option, mit einem Zusatzfilter auch Flüssigkeiten aufzunehmen, steigert den praktischen Wert erheblich. Ein kleiner Kritikpunkt ist die instabile Basis; der hohe Schwerpunkt führt dazu, dass der Sauger im Auto in Kurven leicht umkippt. Hier bieten Konkurrenzmodelle eine stabilere Standfläche oder bessere Halterungsmöglichkeiten an, was wünschenswert gewesen wäre. Wer noch kein festes Akku-Ökosystem besitzt, sollte sich Alternativen von Marken wie Bosch, Einhell oder DeWalt genauer ansehen, um die Kompatibilität zu prüfen. Schade ist zudem, dass der Hersteller nicht Teil der großen Multi-Brand-Allianz ist und man so an ein proprietäres System gebunden wird. Positiv hervorzuheben ist jedoch die enorme Bandbreite der kompatiblen Werkzeuge, die vom Heckenschneider bis zur Werkstattluftpumpe reichten.